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Adolf Pen und seine künstlerische Ausdrucksform Künstlerisches Credo
von Adolf Pen beruht auf seinem extrem strengen und disziplinierten
Verhältnis gegenüber der Erfahrung, als auch gegenüber der gestalterischen
Improvisation. Die Dreidimensionalität ist der Fläche geopfert, in welcher
der Künstler mit seiner laboratorischen Hartnäckigkeit den optimalen
Pendant sucht: die Form ist von allen Details bereinigt, welche eventuell
das Edle der farblichen Valeurs stören könnten. Das aussergewöhnliche
Erkennungsvermögen der Pen-Malerei, ist aber sicherlich das wohltönendes
Verhältnis zwischen der Expressivität der Form und Farbe, sowie die
Tatsache, dass die Idee beidem herrscht. *** Heuser wie Festungen,
fast bedrohend; eine weite, offene Landschaft im Dunkel endend... Ausspruchsvolle,
zum Nachdenken anregende Kunst, die einen "gefertigten" Betrachter verlangt. ***
Der thematische
Rahmen in den Gemälden von Adolf Pen ist die Landschaft, wobei sie meistens
mit Architektur verbunden ist; gerade das Einfügen dieses Elementes
in die Landschaftsszenen verleiht seinen Bildern ihre charakteristische
kompositorische Stabilität und Geschlossenheit. Obwohl die Bilder vom
Motiv her nur ein Ausschnitt der Natur darstellen, wirken sie wie eine
stabil gebaute Einheit. Das Streben nach harmonischen farblichen und
anderen Komponenten bringt eine besondere, epische, beinahe monumentale
Stimmung ein, obwohl dem Maler bei der Entstehung des Bildes die Gemütsstimmung
weniger bedeutend ist als der rationelle Zugang. Zur Plastizität im
Aufbau der Bilder von Pen trägt zu einem hohen Grad die stark betonte
Gegenüberstellung von Licht und Schatten bei, die den Bildern eine dramatische
Note geben, die allein schon durch die auswahl der Landschaftsszenerie
noch betont wird. Obwohl die reale Welt in den malerischen Bestrebungen
von Dolfe Pen den Ausgangspunkt bildet, ist seine Malerei bei weitem
nicht realistisch. Der Maler vereinfacht die natürlichen Formen und
wandelt sie in Farbflächen um, indem er immer wieder deren bestmögliche
fühlbare gegenseitige Proportion sucht. Die Einzelheiten vereinigt er
zu einem Ganzen und vereinfacht sie unter einem gemeinsamen farblichen
Nenner und schafft damit Ordnung und Übersicht im Bild. Die änliche
Gesetze, die der Maler für die Landschaft einsetzt, gelten auch für
seine figurativen oder rein architektonischen Motiven. Die gemässigt
abstrakte oder eher die zur Abstraktion geneigte Art der Malerei von
Pen, distanziert sich in letzter Zeit noch mehr von der realen Vorlage
und wird noch stärker persönlich betont. Des Künslters Orientierung
in absichtliche geometrische Umgestaltung und das flächenartige Darstellen
des Motives, steht deshalb im Einklang und resultiert gerade bei der
Gestaltung der alte panonische Arhitektur in eine fühlbare Expressivität.
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